Schwarzer Labrador

Brückentour in Düsseldorf

Jedes Wochenende gehen wir mit Ayka unsere „Brückentour“ in Düsseldorf. Von unserer Wohnung in der Carlstadt sind es nur 100m bis zum Rhein. Hier ein paar Eindrücke und Bilder von unserem Spaziergang am Karsamstag 2014.

Hier ein Überblick:

brückenkarte Am Mariendenkmal an der Poststr. geht es los und am Spee´s Graben vorbei Richtung Rheinkniebrücke.

Dort geht es über den Rhein Richtung Oberkassel. Ein Treppe am Ende der Brücke führt uns dann direkt auf die Rheinwiesen.
Hier findet auch jedes Jahr im Juli die größte Rheinkirmes statt.
Direkt am Rhein entlang geht es vor der herrlichen Kulisse von Oberkassel zur linken und der Altstadt bzw. Carlstadt zu rechten bis zur Oberkasseler Brücke.
Dort überqueren wir wieder den Rhein und über die Rheinuferpromenade geht es zurück Carlstadt nach Hause.
Diese Tour dauert – je nachdem wie ausgiebig Ayka im Rhein badet – ca. 1,5 Stunden.
 
 
An Spee´s Graben vor unserer Haustür geht es los.
spee-grabenDer Park wurde 1806 angelegt und 1830 mit Gewässern umgebaut. Die alte Bastionsanlage, die noch heute zum Teil existiert, wurde in den Park miteinbezogen. Heute brüten dort zahlreiche Wildgänse und die Halsbandsittiche (freilebende Papageienart) haben dort Bruthöhlen in den bis zu 200 Jahre alten Platanen. Eine sehr schöne Oase der Ruhe mitten in der Stadt.
 
 
Weiter geht es an den Ministerien der Landesregierung vorbei Richtung Fernsehturm bzw. Rheinkniebrücke. Der gesamte Weg ist von viel Grün gesäumt und an einem sonnigen Samstag Morgen genießen wir die Ruhe in der Großstadt.

Blick vor dem Aufgang zur Rheinkniebrücke zum Fernsehturm

Blick vor dem Aufgang zur Rheinkniebrücke zum Fernsehturm

Mit dem Aufstieg zur Rheinkniebrücke geht es los. Hier hat man einen wunderbaren Blick über den Rhein und die Altstadt von Düsseldorf.

Zunächst geht man über den Johannes-Rau-Platz den Aufgang zur Rheinkniebrücke hoch. Die Brücke wurde 1969 als Schrägseilbrücke gebaut, ist mit Zufahrten 1.519m lang. Die Brücke selbst ist 561m lang und 29m breit. Die Stiele, an denen die Hängeseile befestigt sind, sind 114m hoch. Auf der Brücke befindet sich eine vierspurige Straße sowie ein Rad und Fußweg auf beiden Seiten. Der Name „Rheinknie“ ist von der Lage des Rheins abgeleitet, der von oben wie ein menschliches Knie aussieht und den Ortsteil Oberkassel umschließt.
 
 
 
Dann liegt einem Schritt für Schritt weiter der Rhein und die Altstadt zu Füßen. Der Blick geht zunächst auf die Rheinuferpromenade. Hier fuhren bis 1993 noch jeden Tag fast 50.000 Autos direkt am Rhein entlang und die Carlstadt und Altstadt waren faktisch vom Rheinufer getrennt. Durch den Bau des Tunnels, entstand die Rheinuferpromenade, die heute vom Landtag bis zur Tonhalle führt und fast durchweg durch eine Platanenalle im Sommer ein wunderbares grünes Gesicht erhält. Heute konnte man schon die ersten Blätter an den Platanen erkennen.

Von der Brücke hat man wie gesagt einen herrlichen Blick auf den Rhein, der hier bei Kilometer 744 angekommen ist, auf die Carlstadt und Altstadt von Düsseldorf.

Johannes-Rau-Platz

Johannes-Rau-Platz mit Blick auf Rheinkniebrücke

Blick auf Rheinuferpromenade - im Hintergrund die Oberkasseler Brücke

Blick auf Rheinuferpromenade – im Hintergrund die Oberkasseler Brücke

Carlstadt ist Düsseldorfs kleinster Stadteil mit 0,46 qkm und gerade 2.210 Einwohnern (zu den wir uns auch zählen dürfen und uns dort „pudelwohl“ fühlen). Der Ortsname ist von dem Kurfürsten Carl Theodor abgeleitet, der Mitte des 18. Jahrhunderts maßgeblich für den Ausbau von Düsseldorf verantwortlich war. Heute erinnern noch viele Straßennamen an die Bedeutung dieses Stadtteils für Düsseldorf: Bastionststr, Citadellstr., Kasernenstr. etc. Es wurden Befestigungs- und Bastionsanlagen erreichtet, die später zurückgebaut wurden. Noch heute sind zahlreiche Bauten und Mauern aus dieser Zeit erhalten. So die Bastionsanlagen am Rosengarten an der Poststr. nähe der Orangeriestr.. Auch ist der kleine Stadtteil von alten Bürgerhäusern und auch repräsentativen Bauten aus der Zeit Napoleons geprägt, so z.B. an der Orangeriestr..
 
 
Hier Blicke von der Brücke Richtung Altstadt und Carlstadt im Osten und Oberkassel im Westen

Altstadt und Carlstadt - mit NIedrigwasser am Rhein

Altstadt und Carlstadt – Niedrigwasser am Rhein

Oberkassel

Oberkassel mit Oberkasseler Brücke

Niedrigwasser Rhein mit 1,25m

Niedrigwasser Rhein mit 1,25m

Wie man an den Bildern erkennen kann, führt der Rhein Niedrigwasser. An den Ostertagen 2014 lag der Rheinpegel bei 1,25m mit leicht fallender Tendenz. Normal sind für diese Jahreszeit ein Pegel von 2,78m. Die Schifffahrt bekommt aber erst ab einem Pegel von unter einem Meter ernshaft Probleme. Der höchste Rheinpegel wurde am 02.01.1926 mit 11,10m gmessen dicht gefolgt vom Weihnachtshochwasser 1993 mit 10,24m. Der niedrigste Pegel wurde am 28.09.2003 mit nur 41cm gemessen.

Hier sieht man ganz anschaulich wie stark der Rhein sich in sein Bett zurückgezogen hat. Im Januar waren die Wiesen zum Teil noch alle überschwemmt. Heute bilden sich schon kleine Seen im eigentlichen Flußbett, die aber bei weiter sinkenden Pegelständen auch verschwinden. Da es in den Nordalpen wenig geschneit hat, ist das Schmelzwasser ausgeblieben. Die lange Trockenheit sorgte dann schnell für einen sinkenden Flußpegel.
 
 
Von der Rheinkniebrücke runter geht es dann über die Rheinwiesen bis zum Rhein. Hier findet jedes Jahr die größte Kirmes am Rhein statt – in diesem Jahr vom 11.- 20. Juli 2014. Am letzten Freitag gibt es dann ein Superhöhenfeuerwerk. Die Kirmes zieht jedes Jahr vier Millionen Besucher an. Anlaß ist das Fest des Stadtpatrons St. Apollinaris von Ravenna und das Kichweihfest der Basilika St. Lambertus in der Alstadt. Ausrichter ist der St.-Sebastianus-Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V. und die Ausrichtung ist seit 1435 belegt. Die Kirmes ist das viertgrößte Volksfest in Deutschland nach dem Münchener Oktoberfest, den Canstatter Wasen in Stuttgart und der Cranger Kirmes in Herne.

Ayka wartet in den Rheinwiesen auf ihren ersehnten Sprung in den Rhein

Blick auf die Rheinwiese

Blick auf die Rheinwiese

Ayka in den Rheinwiesen

Ayka in den Rheinwiesen

Blick auf Carlstadt - Ayka als Punkt in der Mitte...

Blick auf Carlstadt – Ayka als Punkt in der Mitte…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Ayka dann mal am Rhein angekommen ist, gibt es kein Halten mehr. Mit einem Sprung geht es ab ins kühle Nass – für einen Labrador das zweite zu Hause..

Mit einem letzten Gruß zur Altstadt rüber, geht es dann über die Oberkasseler Brücke zurück zur Carlstadt.

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